Konzept

Selbsterfahrungsseminare sind von ihrer Ausrichtung per se darauf ausgelegt, dass sich die Teilnehmer selbst besser kennen lernen und sowohl Ressourcen als auch Defizite der eigenen Persönlichkeit reflektieren.

 

Sie stellen damit eine wichtige Grundlage psychotherapeutischen Handelns dar, da der Behandler selbst zum Wirkfaktor therapeutischen Handelns wird. Therapieforschung zeigt die zentrale Bedeutung der Beziehungsgestaltung, die die Art der gewählten Interventionsmethoden bei weitem übersteigt. Daher ist es notwendig, u.a. eigene „blinde Flecke“ zu erkennen, damit nicht unbearbeitete Themen der eigenen Biografie einen konstruktiven Therapieprozess verhindern. Zudem sollten psychotherapeutisch Tätige in der Lage sein, eigene Grenzen zu erkennen und ausreichend Selbstfürsorge als Burnoutprophylaxe betreiben zu können.

Ferner ist es wichtig, therapeutische Interventionen hautnah selbst zu erleben, um einen Eindruck davon zu erhalten, was Patienten in der Therapie abverlangt wird. Dies fördert neben der Methodenkompetenz auch ein tieferes Verständnis für Veränderungsprozesse und deren „Hürden“.

 

Um die Auseinandersetzung mit der eigenen Person zu erleichtern, findet die Selbsterfahrung ausschließlich in festen Gruppen statt, die das gesamte Curriculum über bestehen bleiben. Das erleichtert die Selbstöffnung, aber auch Veränderungsprozesse in einer vertrauten und haltgebenden Atmosphäre.

Gegebenenfalls können Sie die Gruppenstunden durch Einzelselbsterfahrung ergänzen, wenn Sie vertiefend an bestimmten Themen arbeiten möchten.

Die Blöcke finden stets innerhalb der Woche statt und erstrecken sich über einen Zeitraum von gut einem Jahr. So bleibt zwischen den einzelnen Blöcken genug Raum, um Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen und neue Lernerfahrungen zu etablieren.